2019-02-25

Film im Slowakischen Institut

Der Boxer und der Tod

Einladung zur Filmvorführung

 

Boxer a smrť | Der Boxer und der Tod

Regie: Peter Solan, Tschechoslowakei 1962, 112 Min., OmdU

Darsteller: Štefan Kvietik, Manfred Krug, Valentina Thielová

 

Anlässlich des 90. Jahrestages der Geburt des Regisseurs Peter Solan

 

am Mittwoch, 27. Februar 2019, 18.30 Uhr

Slowakisches Institut, Wipplingerstr. 24-26, 1010 Wien

 

In einem Konzentrationslager kämpft der slowakische Amateurboxer Ján Komínek (Štefan Kvietik) ums nackte Überleben. Er soll wegen eines Fluchtversuchs hingerichtet werden, doch Lagerkommandant Kraft, selbst einst Boxer, zeigt sich gnädig, weil er Komínek braucht – als Sparringpartner. Komíneks Dilemma: Wie lange erträgt er es, als lebender Sandsack missbraucht zu werden, und was passiert, wenn er den Kommandanten im Kampf besiegt? Der Horror ständiger Lebensbedrohung bildet den Hintergrund eines klugen und intensiven Films, der mit großem Gespür für Sprache und Tongestaltung arbeitet.

 

Die 1960er-Jahre werden als das Goldene Zeitalter des tschechoslowakischen Films bezeichnet. Eine ganze Generation von aufstrebenden, jungen Filmemachern prägte die Nová Vlna, die Tschechoslowakische Neue Welle. Dabei sorgten die stilistisch und inhaltlich von staatlichen Zwängen befreiten, meist gesellschaftskritischen Werke auch international für Aufsehen und gewannen auf den weltweiten Filmfestivals die wichtigsten Preise. So wurde auch der Film Der Boxer und der Tod zum erfolgreichsten Film des Jahres und gewann nicht nur nationale Preise, sondern auch den Carl-Foreman- und einen Darius-Milhaud- Preis für Wiliam Bukovýs Musik auf dem Internationalen Filmfestival in San Francisco. Der Hauptdarsteller Štefan Kvietik erhielt 1963 außerdem den Trilobit, einen renommierten nationalen Filmpreis für seine “tief bewegende und präzise Darstellung seiner Figur“.

 Slowakisches Institut Wipplingerstr. 24-26 1010 Wien Tel./Fax: +43-1-535 40 57 E-mail: si.wien@gmx.at www.mzv.sk/sivieden https://www.facebook.com/SlowakischesInstitutInWien

 

Bild: Filmszene

Foto: filmdienst.de