2018-08-08

Neue Bücher zweier Austro-Slowakinnen

Didi Drobna und Zdenka Becker schrieben Beeindruckendes. Wir verlosen!

 

Es sind zwei beeindruckende Frauen, und auch die Seiten, die sie gerade fertig geschrieben haben, sind beeindruckend. Es trennt sie eine Generation, gemeinsam haben sie ihre slowakischen Wurzeln.

Didi Drobna wurde 1988 in Bratislava geboren, lebt seit 1991 in Wien. Ihre Eltern schickten sie sowohl in Wien als auch in Bratislava – dort am Wochenende – in die Schule. „Das ist der Grund, dass die Menschen mein gutes Slowakisch loben“, lacht sie. Und immer noch empfindet sie „ein Gefühl von Heimat, ein tiefes Ausatmen, wenn ich dort bin“, erzählt sie.

Germanistik und Kommunikationswissenschaft und Sprachkunst studierte sie dann an den Wiener Universitäten. Heute dreißig Jahre alt, wurde sie schon viel früher und mehrfach für ihre literarische Arbeit mit Stipendien und Literaturpreisen ausgezeichnet. Vom Schreiben will die faszinierende Autorin nicht leben, „ich finde es schön, auf normalem Weg Karriere zu machen“. Das tut sie als Marketing- und PR-Expertin für ein Institut, das Künstliche Intelligenz und Weltraumforschung betreibt. Schreiben, das geht dann nachts und zu den Wochenenden, oder nach dem Sport – Klettern, Gewichtheben. „Was wäre das Leben ohne masochistische Hobbies“, lacht diese Realität eines Shooting Stars. Nach einem Romandebüt „Zwischen Schaumstoff“ und preisgekrönten Kinderbüchern bringt sie im August „Als die Kirche den Fluss überquerte“ im Piper Verlag heraus. Wir haben es vorausgelesen und können es ehrlichen Herzens empfehlen.

 

Zdenka Becker heiratete vor 40 Jahren „nach Österreich“. Vom Start weg war sie in deutscher Sprache journalistisch tätig, und wechselte bald in das Buchautorenfach. Mit „Der größte Fall meines Vaters“, 2013, und davor „Taubenflug“ gelangte sie in zu internationaler Bekanntheit. Mit ihrem neuen Roman „Samy“ berührt sie ein brisantes Thema: Was passiert mit einem Menschen, der anders ist als die anderen und in einer Umgebung aufwachsen muss, die ihm nicht immer freundlich gesinnt ist? Eingebettet in ein spannendes und tragisches Stück Zeitgeschichte, den Fall des Eisernen Vorhangs, erzählt Zdenka Becker die Geschichte des jungen Samy, der als unehelicher Sohn einer Slowakin und eines indischen Arztes aus Wien in Bratislava aufwächst. „Natürlich ist es ein Bekenntnis zu Humanität. Ich habe kein Verständnis für Fremdenfeindlichkeit und wir haben die Pflicht, den Schwachen zu helfen“, sagt die Schriftstellerin kraftvoll. Mit Zdenkas Biografie hat Samy nichts zu tun. Das wird eine andere Geschichte, die 2019 kommen wird und den Arbeitstitel „Ein fesches Dirndl“ trägt.

 

Wir verlosen die Bücher

Schreiben Sie an verlag@pressburger.eu und Sie haben die Chance, eines der beiden Rezensionsexemplare zu gewinnen. Betreff: „Bücher“, Postadresse nicht vergessen. Die Ziehung erfolgt am 10.9.2018 unter Ausschluss des Rechtsweges.

 

 

Becker life

26. 9. 20.30 Hotel Heuschober, 9565 Turracher Höhe 5, Österreich

17.10. 19.30 Schloss St. Peter in der Au

19.10. 19 Uhr Haydn Bibliothek, Hainburg a.d. Donau

23.10. 19 Uhr Politik & Poesie, Republikanischer Club, Wien

6. 11.18 Uhr Österreichische Kulturforum Bratislava

 

 

Foto

Zdenka Becker: Großer Wurf über den alltäglichen Rassismus und Lieblosigkeit.

Foto: PZ/cm