2017-12-09

Eisdom in der Hohen Tatra lockt Touristen

Im touristischen Ort Hrebienok in der Hohen Tatra ist bereits zum fünften Mal der Tatra-Eisdom in die Höhe gewachsen. An der imposanten Basilika aus 190 Tonnen Eis arbeiteten einige Wochen lang slowakische, tschechische und spanische Bildhauer.

Der Dom wird für die Touristen am Freitag eröffnet und die ganze Wintersaison über zugänglich sein. Wie die Sprecherin von Tatry Mountain Resorts, Zuzana Fabianová, informierte, ist der Eintritt frei:"Für die Besucher haben wir im Dom regelmäßige Konzerte vorbereitet, die jeden Sonntag stattfinden. Der Dom ist dieses Jahr zu Ehren der Familie gestaltet – zum Thema der katalanischen Kathedrale Sagrada Familia. Die Besucher können da wunderschöne Fensterrosen aus geschmolzenem farbigem Glas bewundern und hier eine märchenhafte vorweihnachtliche Atmosphäre erleben."

Präzise Details im Dom sind das Werk des Bildhauers Adam Bakoš, Autor der Innen-Dekorationen ist der slowakisch-griechische Glaskünstler und Designer Achilleas Sdoukos. Das äußere Portal ist von Gaudís Park Güell in Barcelona inspiriert. Im Presbyterium kann man eine 4,5 Meter hohe Statue einer Familie bewundern, die Gesamthöhe des Presbyteriums beläuft sich auf 6,5 Meter. Auf den Seiten des Doms stehen acht Türme, die in die Höhe von 9,55 Metern reichen. Auf den Außenwänden der Türme sind drei Tatra-Gipfel mit Bären und Gämsen ins Eis gehauen, außerdem Motive von Waben mit Bienen. Statt Heiliger wurden als Verzierung Tatra-Motive von Tieren und Blumen verwendet, wie etwa Edelweiß, Enzian oder Rittersporn. Die Fensterrosen in den Nebenschiffen sind aus Eis oder aus Butzenglas kombiniert mit Edelmetallen. Vier von ihnen bilden sakrale Motive und Tatra-Symbole ab, weitere vier die Jahreszeiten.

Die Eisbasilika ist für die Öffentlichkeit täglich von 09:00 bis 16:30 Uhr, an Feiertagen auch länger geöffnet. Die Konzerte beginnen immer sonntags um 15:30 Uhr. In der fünfjährigen Geschichte wurde der Eisdom zur meistbesuchten Attraktion der Hohen Tatra. Im Vorjahr besuchten ihn über  200.000 Touristen.

 

Quelle, Foto: Región Vysoké Tatry