2017-11-25

Maria-Theresia-Ausstellung im Schloss Betliar

Im Andrássy-Schloss Betliar in der Ostslowakei wurde am Donnerstag eine außergewöhnliche Ausstellung eröffnet. Die Exposition „Maria Theresia als Königin und ihre Zeit in Sammlungen der Familie Andrássy“ bereitete das Museum Betliar anlässlich des 300. Geburtstages der Königin Maria Theresia vor.

Die Ausstellung zeigt mehrere bis heute noch nie ausgestellte Objekte. Dazu gehört beispielsweise ein großformatiger Stadtplan von Wien von Josef Daniel Huber aus dem Jahr 1778, der die Residenz von Maria Theresia aus der Vogelperspektive abbildet. Museumsdirektor Július Barczi sagt: "Die ausgestellten Gegenstände haben aus künstlerischer Sicht zum Teil unterschiedliches Niveau. Jeder von ihnen spielte jedoch in der Geschichte der Familie Andrássy eine wichtige Rolle. Dann haben wir hier auch Spitzenwerke des Hofbildhauers von Maria Theresia, Jacob Schletterer. Die Besucher können da ebenso die größte Kollektion luxuriösen Wiener Porzellans in der Slowakei sehen, wertvolles Kristallglas oder Juwelen."

Zum ersten Mal sind im Schloss Betliar ein gräflicher Wappenbrief für Stephan Andrássy III. aus dem Staatlichen Archiv im ostslowakischen Levoča oder berühmte Charakterköpfe von Franz Xaver Messerschmidt aus der Slowakischen Nationalgalerie in Bratislava zu sehen. Der Stadtplan von Wien war bisher nie in der Slowakei ausgestellt. Es ist ein riesiger Kupferstich im Ausmaß von über vier Mal drei Metern. Laut Július Barczi handelt es sich um ein Werk auf einem sehr hohen künstlerischen Niveau. Der Blick auf Wien aus der Vogelperspektive erfordert außerdem präzise Fachkenntnisse des Autors. Dem Museumsdirektor zufolge sei eine genaue Antwort auf die Frage, wie dieser Stadtplan zu den Andrássys gekommen ist, nicht bekannt.

Zu anderen wertvollen Gegenständen gehören laut der Kuratorin Timea Mátéová auch Insignien des Ordens des heiligen Stephan I., der von Maria Theresia gegründet wurde. Mátéová informierte: "Diese Insignien aus dem Ungarischen Nationalmuseum in Budapest sind bei uns eingetroffen – unter der Aufsicht der Kuratoren. Wir haben sie in unserem Schloss installiert, wo sie bis zum Ende der Ausstellung am 30. April 2018 zu sehen sind."

 

Quelle, Foto: Museum Betliar