2017-10-03

Kulturforum: Programm, bunt wie der Herbst

Österreichisches Kulturforum Bratislava lädt ein

 

 

Rakúske kultúrne fórum

Astoria Palace Hodžovo námestie 1/A

Bratislava 811 06

Slovensko

 

-ENSEMBLE

 

4 Oktober | 6:00 pm

 

Das ALEA-Ensemble bietet mitreißende und hochklassige Konzertereignisse für viele Gelegenheiten – von Barock, Klassik, Romantik, klassischer Moderne bis ins 20./21. Jahrhundert, auch mit Einflüssen von Jazz/Rock/Pop und World-Music. Gegründet 1988 von Gerhard Präsent (Komponist, Dirigent) und seiner Frau Sigrid Präsent (Violine), um interessante durchdachte Kombinationen von traditionellem (oft österreichischem) und zeitgenössischem Repertoire – ohne stilistische Vorbehalte und mit hohem Qualitätsanspruch – einem interessierten Publikum näherzubringen.

Programm:

W. A. Mozart / G. Präsent: Trio G-Dur (nach dem Duo KV 423), ergänzt und bearbeitet von G. Präsent

Franz Schubert / G. Präsent: Trio B-Dur D 471, bearbeitet von G. Präsent

Ingmar Jenner: Miniaturen

Gerhard Präsent: Tres Dados für Streichtrio

Wolfram Wagner: Variationen für Streichtrio

 

Darsteller

 

SIGRID PRÄSENT Violine  

IGMAR JENNER Violine 

TOBIAS STOSIEK Violoncello 

GERHARD PRÄSENT Moderation 

 

 

 

 

BARBARA GRABNER: Reformation & Revolution – Vorlesung

 

 

5 Oktober | 6:30 pm

 

 

Der Kampf um Freiheit und soziale Gerechtigkeit von Luther (1517) bis Lenin (1917).

 

500 Jahre sind seit der Reformation, 100 Jahre seit der Russischen Revolution vergangen. Beide veränderten Europas Gesellschaft radikal, Nachwirkungen gibt es bis heute. Die Reformation brachte Demokratie in die Glaubenswelt und neue Freiheiten, wurde aber von Intoleranz und Fanatismus überschattet. Die gnadenlose Ausbeutung der Bauern führte zeitgleich zu Aufständen, sie wollten religiöse Erneuerung mit sozialen Reformen verbinden. Michael Gaismair und Jakob Hutter sind über Österreich hinaus bekannte Führungspersönlichkeiten jener Zeit. Da es damals zu keiner Lösung kam, gärte es in den Jahrhunderten danach weiter, bis Marx & Lenin eine brutale Entwicklung einleiteten. Historischer Streifzug mit ungewöhnlichen Einblicken von Mag. Barbara Grabner.

 

Mag. Barbara Grabner (Jahrgang 1955) ist in Golling bei Salzburg aufgewachsen. Sie studierte Publizistik und Osteuropäische Geschichte an der Universität Wien; als Journalistin verfasste sie vor allem Berichte über Osteuropa vor und nach der Wende 1989 für Zeitungen in Österreich und Übersee. Seit 1993 arbeitete sie vorwiegend im Bereich Naturschutz; daneben ist seit 10 Jahren als Kulturvermittlerin in der Römerstadt Carnuntum tätig. Sie ist mit einem Slowaken verheiratet und Mutter eines Sohnes.

 

 

 

 

PERSONA – ÀTOR, THE ONE WITHOUT U

 

 

6 Oktober | 6:00 pm

 

 

EINE PERFORMANCE FÜR STIMME, VIOLINE UND VIOLONCELLO

 

Text: TAMAR HAYDUKE

 

Komposition: SEBASTIAN THEMESSL

 

Konzept: TAMAR HAYDUKE & SEBASTIAN THEMESSL

 

Ausführende:

 

TAMAR HAYDUKE, Stimme

 

JOANNA LEWIS, Violine und MELISSA COLEMAN, Violoncello (KOEHNE-QUARTET)

 

In der Performance „Persona“ macht sich die armenisch-syrische, in Aleppo geborene und in Pesaro (Italien) lebende Künstlerin Tamar Hayduke auf die die Suche nach Spuren der Identität durch vier Sprachen, den Kompass und vier Masken hindurch. In zwei miteinander verwobenen Teilen wird ein „rationales“ Konzept – das sich mit den Grundlagen der Autorenschaft, sei es wissenschaftlich oder künstlerisch, befasst und zum Entwurf des Neologismus Àtor, dem „idealen Autor“ gelangt – dem sogenannten Irrationalen und der Poesie gegenüber gestellt, die sich in vielerlei Gestalten äußern: armenischem Gesang, arabischer Lyrik, italienischer Prosa; Anspielungen und Nonsens treffen auf den englisch gehaltenen Entwurf Àtor. Lebenswelten, Kulturen, Zeitalter verschmelzen in der „Persona“.

Im ersten Teil des Abends wird das Werk „Kastena“ der österreichischen Komponistin bulgarisch-russischen Ursprungs Alexandra Karastoyanova-Hermentin erklingen.

 

 

 

Reminiszenzen – Gabriela Medveďová

 

 

11 Oktober | 6:00 pm - 31 Oktober | 5:00 pm

 

 

Kreis, Quadrat, Punkt und Linie – geometrische Formen als Elemente der Ordnung, die als primäre Spuren der in Wien lebenden slowakischen Künstlerin Gabriela Medvedova gesetzt werden. Gesetzt in spielerischen Abfolgen und Strukturen, die jedoch stets einem System untergeordnet bleiben. Die Ratio würde sich im bekannten Kosmos wähnen, wären da nicht die Farben. Strahlend, fast blendend, lebensbejahend vermitteln die sinnlichen Farbenklänge und -spektren den Schöpfungsprozess. Wie bei einem Dominospiel folgt man einem Muster, das den Betrachter von einem Motiv zum anderen leiten und an der Grenze zwischen dem Bewussten und dem Unbewussten, zwischen der Ratio und der Emotion, schweben lässt. Vor dem Hintergrund der täglichen Realität webt Medvedova eine Projektionsfläche, an der Glück, Sinnlichkeit und Harmonie dem Betrachter fast als Klangtöne entgegen treten und ihn alsbald mit einem räumlichen Eindruck umgeben.

 Geboren 1965 in der Slowakei, absolvierte sie ihre Kunststudien in Bratislava, Karlsruhe und Wien. Bei ihren Bildern, Objekten und Installationen setzt sie sich mit Transparenz, Licht, Formen, Materialien und Farben hinsichtlich deren Fähigkeit zur Verwandlung und Polarität auseinander. Sie lebt und arbeitet in Wien.

 

Vernissage: 11. Oktober 2017, 18.00

Ausstellungsdauer: bis 31. Oktober 2017

 

Foto: Gabriela Medjed'ovás Werke sind im Kulturforum zu sehen.

Foto: Medjed'ová