2018-05-02

Ab 1. Mai: Neue Lohnregelungen

Erstmals 13., 14. Gehalt, Nacht- und Feiertagszuschläge höher Austrian Business Circle informierte über Neuregelungen ab 1.5.

Mit 1. Mai 2018 beginnt die erste Stufe, ab 1.5.2019 werden dann die neuen Wirtschaftsgesetze in 2. Stufe und in vollem Umfang in Kraft treten: die Neuregelung von Nacht-, Feiertags-, Samstags- und Sonntagslöhnen, ebenso die Einführung freiwilliger 13. und 14. Monatsgehälter.

Advantage Austria Bratislava, die Außenhandelsorganisation der Österreichischen Wirtschaftskammer, informierte in einem Austrian Business Circle im Crowne Plaza Hotel vergangenen Mittwoch umfassend über die neuen Regelungen.

Hans Christian Kügerl, Handelsdelegierter und Leiter von Advantage Austria, konnte zwei ausgezeichnete Fachleute für den Informationsabend gewinnen: Karol Šiška von der Rechtsanwaltskanzlei Cerha, Hempel, Spiegelfeld, Hlavati, und Ulrich Pauggerl von der Auditorea Steuerberatungsgesellschaft.

In Kürze:

  • Nachtarbeit: in erster Stufe gibt es 30, bei Risikoarbeit 35 Prozent Zuschläge.

  • Feiertagsarbeit: von derzeit 50 auf 100 Prozent erhöht, ohne Übergangsfristen, allerdings wird Zeitausgleichsvereinbarung möglich sein.

  • Samstagarbeit: Im Übergangszeitraum 25, dann 50 Prozent Aufschlag.

  • Sonntagsarbeit: ab 1.5.2018 50, ab 1.5. 2019 100 Prozent.

  • Veröffentlichungspflicht: der Arbeitgeber ist verpflichtet, den angebotenen Grundlohn zu veröffentlichen und darf dann auch nicht weniger als diesen tatsächlich anbieten und bezahlen.

  • 13. und 14. Monatsgehalt: dieses kann vom Arbeitgeber freiwillig ausbezahlt werden (Auszahlungsmonate Juni und Dezember). Bis 500 Euro ist dieser Gehaltsanteil steuerfrei.

  • Drittstaatenregelung: ab 1.5.2018 darf der Anteil an ArbeitnehmerInnen aus Drittstaaten maximal 30 Prozent betragen. Nicht betroffen davon sind schon bestehende Arbeitsverhältnisse.

     

     

Resümé der Vortragenden: „Von der Slowakei als Niedrig-Abgabenland kann keine Rede mehr sein“.

 

 Foto: Austrian Business Circle informierte über wichtige Neuregelungen.

Foto: PZ/cm