2017-12-05

Maschinenbau profitiert vom Bedarf der Automobilindustrie

Als Absatzregion für Maschinen und Anlagen gewinnt die Slowakei an Bedeutung. Nach Berechnungen von Germany Trade & Invest erreichte das Marktvolumen 2016 einen Wert von über 4,3 Mrd. Euro. Innerhalb von nur vier Jahren sind die Verkäufe von Ausrüstungsgütern um über die Hälfte gestiegen.

Dieser Boom hängt in erster Linie mit der Automobilindustrie zusammen. Der Absatz von Motoren, Lagern, Antriebselementen und sonstigen Maschinen hat sich seit 2012 verdoppelt. Auf diese Gruppe entfällt fast die Hälfte der Verkäufe auf dem slowakischen Maschinenmarkt.

Der Maschinenbau ist ein wichtiger Industriezweig in der Slowakei. Nach Angaben

des Statistikamtes waren 2016 in der Branche 218 Unternehmen mit 20 und mehr

Mitarbeitern aktiv. Die Umsätze legten um 5% auf 4,3 Mrd. Euro zu.

Regional ist der Maschinenbau vor allem zwischen Žilina, Trenčín und dem Westen der Slowakei konzentriert. Wegen des Personalmangels dort verschieben sich die Investitionen aber Richtung Osten um die beiden Großstädte Košice und Prešov. Wichtige ausländische Investoren sind neben Schaeffler die brasilianische Embraco (Kompressoren und Kondensatoren), Protherm und Vaillant (Heiztechnik). Zu den bekannten slowakischen Unternehmen gehören der Waggonbauer Tatravagónka, die Matador Holding (Metallbearbeitungsmaschinen) oder der Dampfkesselproduzent SES Tlmače, der von der tschechischen EP Industries übernommen wurde.

 

 

Quelle: Germany Trade & Invest