2017-11-30

Terminal für Seidenstraße in der Slowakei geplant

Die Slowakei könne ein wichtiges Land für den Warentransport von China nach Europa werden, wenn sie keine politischen Fehler mache. Dies sagte der slowakische Premier Robert Fico am Montag in Budapest nach einem Treffen mit seinem chinesischen Amtskollegen Li Keqiang.

Das Treffen fand nach dem China-Osteuropa-Gipfel statt. Fico sprach mit Li Keqiang auch über seinen Besuch in China, der Ende Februar/Anfang März stattfinden soll. Vor allem wolle der slowakische Regierungschef die Zusammenarbeit beider Länder im Bereich Verkehr ankurbeln. Für wichtig halte er in diesem Zusammenhang den Plan für den Bau eines Umschlagterminals unweit des Flughafens im ostslowakischen Košice. Beide Regierungschefs sprachen ebenso über eine Zusammenarbeit im Bereich Energetik.

Dass in der Slowakei ein Terminal für das chinesische Projekt „Neue Seidenstraße“ entstehen könnte, meint auch der Vorstandsvorsitzende des Transport- und Logistikunternehmens GEFCO Luc Nadal. Er sagte: „China plant, die legendäre mittelalterliche Handelsstraße wiederzubeleben. Diese Konzeption ist für unsere Kunden interessant. In diesem Sinne hat gerade der Eisenbahnverkehr Zukunft.“ Nadal zufolge sollte die Breitspurbahn aus Russland über die Ukraine bis in die Westslowakei verlängert werden. Gerade die Eisenbahn habe beim Transport aus China auch im Vergleich mit anderen Verkehrsarten eine gute Perspektive. Zum Beispiel könne sie Lieferungen innerhalb von 15 Tagen garantieren und sei viel billiger als der Flugtransport. Nicht unbedeutend seien auch die niedrigen Schadstoffemissionen.

Quelle, Foto: Riegierungsamt der SR