2017-10-01

Inländische Produkte: Vorrang auch bei Tesco

Neben dem Preis werden die Herkunft und die Qualität von Lebensmitteln für slowakische Verbraucher immer wichtiger. Das hat die slowakische Landwirtschaftsministerin Gabriela Matečná letzte Woche mitgeteilt. Ihr Ressort hat daher ein Projekt zur Unterstützung inländischer Erzeuger aufgelegt, bei dem es mit allen großen Lebensmittelketten in der Slowakei zusammenarbeiten will.

Nach Kaufland ist nun auch die Handelskette Tesco dabei. Seit September räumt sie in ihren Supermärkten inländischen Produkten einen besonderen Platz ein. Matečná ist darüber sehr erfreut: „Der Anteil der slowakischen Lebensmittel ist auf unserem Markt deutlich gesunken. Er beläuft sich zurzeit auf gerade einmal 40 Prozent. Durch eine Zusammenarbeit mit den Supermärkten können sich inländische Erzeuger bei großen Ketten etablieren, wo die Verbraucher 76 Prozent ihrer Einkäufe erledigen. So unterstützen wir nicht nur Landwirte und ländliche Regionen, sondern tragen auch zur Verminderung von CO2-Emmissionen bei. Lokale Produkte, die nicht über hunderte Kilometer befördert werden, haben den niedrigsten CO2-Fußabdruck.“

Dem geschäftsführenden Direktor von Tesco in der Slowakei Martin Kuruc zufolge finden die Kunden in 20 Supermärkten an ausgewiesener Stelle hunderte Produkte einheimischer Produzenten, darunter Honig, Wein, Nudeln, Fleisch- und Milchprodukte. Derzeit nimmt das Unternehmen rund 500 Produkte von etwa 50 kleinen und mittleren slowakischen Erzeugern in sein Angebot auf. Verkaufen sich diese gut, will die Supermarktkette das Angebot erweitern und die Zahl der Verkaufsstellen erhöhen. Die Kunden finden in den Tesco-Filialen unterschiedliche Erzeugnisse vor. Die jeweilige Produktpalette ist vom Angebot der Lieferanten vor Ort abhängig.

Gesonderte Plätze für Produkte aus inländischer Produktion weist seit kurzem auch die Handelskette Kaufland aus. Das Landwirtschaftsressort verhandelt zurzeit auch mit anderen Lebensmittelketten in der Slowakei über eine Zusammenarbeit.

 

Quelle, Foto: Landwirtschaftsministerium der SR