2019-05-09

Mörderbande spionierte JournalistInnen nach

Daten aus Polizeiquellen vermutet

Das Internationale Presse Institut (IPI) recherchiert, wie es der Kriminellengruppe im Zuge des Journalistenmordes gelang, an die Polizeidaten heranzukommen. Anlass dazu war ein Bericht der Tageszeitung Sme, die berichtet hatte, eine kleine Kriminellengruppe hätte auf Veranlassung des kriminellen "Geschäftsmannes" Marian Kočner die Datenverfolgung einiger ausgewählter Journalisten betrieben. "Die Überwachungsaktion ist ein ernsthafter Bruch journalistischer Rechte", sagte der stellvertretende Direktor von IPI, Scott Griffen.

Der frühere Journalist und ehemalige Geheimagent Peter Tóth leitete die Gruppe, die Informationen über die Arbeit mehrerer Journalisten, die unter anderem für Sme und Denník N, Aktuality.sk und Trend arbeiteten.

Die Kriminellengruppe ging so weit, auch die Familien der Journalisten bis hin zum Schulweg ihrer Kinder, zu beobachten.

 

 

 

Bild: Krimineller Kočner.

Foto: The Slovak Spectator/Sme