2018-12-14

Vallo: "Keine Bonzen unterstützen"

Bratislavas Oberbürgermeister Matúš Vallo stellt seine ersten Schritte vor

 Die Winterinstandhaltung von Straßen und Gehwegen und die Verkehrseinschränkungen im Zusammenhang mit dem Bau des äußeren Autobahnrings D4/R7 sowie der Bautätigkeit im Raum Mlynské Nivy stellen zwei große Probleme dar, die die neue Stadtregierung geerbt hat und an denen der Bürgermeister von Bratislava, Matúš Vallo, und sein Team seit ihrem ersten Tag im Amt arbeiten. Neben den ersten ergriffenen Maßnahmen stellte der Bürgermeister weitere Schlüsselpersonen in seinem Team vor. Bruno Konečný wird Stadtteilbeauftragter, Iveta Chovancová Beauftragte für Sicherheit und Drogenpolitik. Andrej Kovarík wird Umwelt- und Grünflächenbeauftragter und Ján Kovalčík wird Mitglied eines breiteren Verkehrs- und Verkehrsbauberaterteams.

„Es warten umfangreiche Verkehrseinschränkungen auf uns. Es wird keine leichte Zeit - weder für die Bratislavaer noch für mich als neuen Oberbürgermeister. Es muss klar gesagt werden, dass der Beginn des Autobahnringbaus durch die vorherige Stadtregierung aufgrund der Wahlen verzögert wurde. Es ist nicht mehr möglich und es gibt auch keinen Grund dazu, den Bau zu verzögern, weil dies negative Folgen für den Staat sowie für unsere Stadt haben würde. Einfach ausgedrückt, es muss einmal gemacht werden, und wir müssen genug Entschlossenheit, Geduld und Zusammenhalt zeigen, um dies zu meistern,“ sagte der Oberbürgermeister von Bratislava Matúš Vallo. Der äußere Autobahnring wird den Verkehr in Bratislava entlasten, sodass der gesamte Transitverkehr Bratislava wird umfahren können. Der innere Autobahnring sollte nur von Autos genutzt werden, die in Bratislava ankommen und aus Bratislava abfahren. Dieser Zustand sollte in etwa zweieinhalb Jahre erreicht werden.

Neben wichtigen Verkehrsthemen sowie dem Winterdienst, die der Magistrat priorisiert, werden auch die Herzensangelegenheiten des Oberbürgermeisters schrittweise angegangen. Dazu gehört zum Beispiel das Projekt "Lebendiger Platz", ein gemeinsames Projekt der Allianz Alter Markt und des SGI-Instituts.„Durch kleine Änderungen wollen wir auf dem SNP-Platz und dem Kamenné námestie (Steinplatz) einen einheitlichen öffentlichen Raum schaffen. Wir bereiten eine Vorgabe für einen offenen architektonisch-urbanistischen Wettbewerb für beide Plätze vor. Meine Herzensangelegenheit ist auch das Projekt des Grössling-Bads. Unser Mitarbeiter, Gábor Bindics, stellt bereits heute ein internationales Team zusammen, um den entsprechenden Wettbewerb vorzubereiten und nach der besten Lösung zu suchen, damit wir Grössling ein funktionierendes Bad zurückgeben. Das hätten wir bis 2022 gerne erreicht,“ führte Oberbürgermeister Matúš Vallo an.

Mit Menschen, die hinter dem Guten Markt stehen, und auch mit den Wahlkampffreiwilligen will der Bratislavaer Oberbürgermeister schon in den nächsten Tagen eine Umfrage bezüglich der Zufriedenheit der Weihnachtsmarktbesucher starten und für das nächste Jahr, basierend auch auf deren Ergebnissen, eine größere Änderung in der Marktorganisation vorbereiten.

„Wir möchten die echte Weihnachtsstimmung auf dem Weihnachtsmarkt wieder herstellen, zudem wollen wir dort die "Null-Müll-Philosophie" erreichen sowie dass dort eine qualitativ hochwertige Gastronomie angeboten wird,“ ergänzte Matúš Vallo.

Eine weitere Maßnahme des neuen Bürgermeisters wird darin bestehen, dass die Skybox-Plätze in der Ondrej Nepela-Eishalle, die der Gemeinde zur Verfügung stehen, Kindern, sozial schwächeren Mitbürgern und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung zur Verfügung gestellt werden. „Wir wollen keine Bonzen unterstützen, die Gäste des Oberbürgermeisters sind in der Lage, die Karten für Eishockeyspiele oder Konzerte selbst zu kaufen, Menschen, denen wir diese Plätze anbieten wollen, leider nicht," fügte Bratislavas Oberbürgermeister Matúš Vallo hinzu.

 

Foto: Stadt Bratislava