2018-04-06

Österreich stellt Weichen für Breitspur-Anbindung

Chance für Slowakei und Österreich

 

 

 „Das ist eine Jahrhundertchance. Machen wir Wien zum florierenden Logistikzentrum Europas. Mit der Anbindung an die Breitspur sichern wir Wohlstand und Jobs für viele Generation. Es ist erfreulich, dass die Bunderegierung das Thema rasch angeht“, kommentiert Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien den kürzlich gefassten Ministerratsbeschluss zum Projekt Breitspur-Eisenbahnverlängerung bis nach Österreich. Die WK Wien und die Österreichischen Bundesbahnen haben das Thema Breitspuranbindung im Zuge einer gemeinsamen Wirtschaftsmission nach China im letzten Jahr neu und erfolgreich belebt.

 

Laut einer Verkehrsministeriums-Studie würde die Verlängerung der Breitspurbahn vom Terminal in Košice nach Wien von der Bauphase bis zum Vollbetrieb 127.000 heimische Jobs schaffen und sichern. Für Österreich wäre eine Gesamtwertschöpfung von 15,5 Milliarden Euro bis 2054 zu erwarten. Der perfekte Standort für den Breitspurterminal liegt laut Experten der WK Wien im Raum Parndorf. Neben der eigentlichen Breitspuranbindung braucht es eine begleitende Infrastruktur-Offensive mit Ausbau von Flughafen mit 3. Piste, Lobautunnel, Marchfeld Schnellstraße und Ausbau des Wiener Hafens. Ruck fordert zudem die rasche Installierung der Standortanwaltschaft. Letztere hat die WK Wien als gesetzlich verankerte Institution bei Genehmigungsverfahren für bedeutende Infrastrukturprojekte gefordert. Die Standortanwaltschaft steht im Abkommen der aktuellen Regierung und soll Verfahren künftig beschleunigen.

 Quelle: WKW

Foto: Geof Sheppard