2017-12-03

Gewerkschaften unterstützen Erhöhung der Lohnzuschläge

Der Gewerkschaftsverband Metall (OZ KOVO) unterstützt die angekündigte Erhöhung der Lohnzuschläge für die Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit, die ein Bestandteil des Regierungsvorschlags zur Novelle des Arbeitsgesetzbuches ist. Darüber informierte am Donnerstag im nordslowakischen Žilina der Ratsvorsitzende von OZ KOVO, Emil Machyna.

Machyna sagte: "Wir halten diesen Vorschlag für richtig. In der Slowakei arbeiten mehr als 23 Prozent der Menschen in Nachtschichten oder im kontinuierlichen Betrieb. Wer das noch nicht probiert hat, kann sich nur sehr schwer vorstellen, wie anspruchsvoll eine solche Arbeit ist und was eine solche Lebensweise mit den Familien und auch mit der Gesundheit dieser Menschen macht."

Geht es nach Machyna, soll die Nachtarbeit stufenweise abgebaut werden, auch im Zusammenhang mit der Einführung digitaler Technologien und der Industrie 4.0. Ihm zufolge wurden im Rahmen des Gewerkschaftsverbandes KOVO in vielen Kollektivverträgen höhere Zuschüsse vereinbart. Die von der Regierung vorgeschlagenen Maßnahmen würden also diese Firmen nicht wesentlich betreffen. Die Gewerkschafter würden es begrüßen, wenn der Regierungsvorschlag das Parlament passiert und die Menschen eine höhere Kompensation für ihren Arbeitsaufwand in der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen bekommen.

Machyna betonte außerdem, dass die Gewerkschaften mit dem Vorschlag der Unternehmerallianz der Slowakei für eine Senkung von Steuern und Abgaben nicht einverstanden seien: "Dies wäre eine sehr unglückliche Lösung. Es würde zwar die Nettolöhne erhöhen, auf der anderen Seite wären aber auch die Abgaben für die Kranken- und Sozialversicherung niedriger. Diese Institutionen sind schon heute im Defizit und somit würde es noch schlimmer. Sollte es wirklich dazu kommen, würden wir eindeutig protestieren"

Machyna zufolge seien die Gewerkschaften für eine Steuerprogression. Anstatt Steuersenkung solle man lieber Abzugsposten und Abgabenermäßigungen für Wissenschaft, Bildung und ähnliche Zwecke unterstützen.

 

 

Quelle: OZ KOVO, Foto: pixabay