2015-11-14

Kiska: Zukunft liegt im Schulwesen

Das Schulwesen sollte eine hohe Priorität in der gesellschaftlichen Diskussion in der Slowakei erhalten, vor allem in der Vorwahlzeit. Darauf einigten sich der slowakische Staatspräsident Andrej Kiska und der Vorsitzende des Gewerkschaftsverbandes der Mitarbeiter im Schulwesen und der Wissenschaft, Pavol Ondek, am Mittwoch.

Die Probleme des Schulwesens mit konkreten Zahlen und Verpflichtungen sollten ein Bestandteil der Programme der politischen Parteien werden, meinten beide Gesprächspartner. Kiska sagte: „Wie unser Schulwesen heute aussieht, so wird unser Land in der Zukunft aussehen.“ Das Staatsoberhaupt ist der Ansicht, dass der Respekt vor dem Schulwesen und vor den Lehrern verlorengegangen sei, vor allem an den Grundschulen. Doch gerade an den Grundschulen werde über die Zukunft der Gesellschaft entschieden.

Die Schulgewerkschaftler forderten die Politiker auf, dem Nationalprogramm der Ausbildung und Erziehung "Milénium" sowie dem Projekt zu Systemänderungen im Schulwesen erneut ihre Aufmerksamkeit zu widmen. Ebenso verlangen sie, dass die Schulen und ihre Mitarbeiter von dem Schulministerium verwaltet werden. Zurzeit fallen die Grund- und Mittelschulen unter die Verwaltung der Städte und Gemeinden. Dies bedeutet, dass die Gelder für ihren Betrieb direkt vom Staat kommen – in Form einer festen Summe pro Schüler. Die Kindergärten, die Kunstschulen, die Schulklubs und -Kantinen sowie Wohnheime für Schüler gehören unter die direkte Kompetenz der Städte und Gemeinden und werden aus Kommunalfinanzen der Städte und Gemeinden finanziert.

Milénium – dies ist das Nationalprogramm der Ausbildung und Erziehung in der Slowakischen Republik für die nächsten 15 -20 Jahre – billigte die slowakischen Regierung im Jahre 2001. Die Regierung entschied sich 1998, eine langfristige Konzeption für die Entwicklung der Erziehung und Bildung auszuarbeiten. Diese Konzeption wurde dann schrittweise in das Nationalprogramm der Ausbildung und Erziehung transformiert/umgewandelt.


Quelle, Foto: Präsidentenamt der SR