2019-01-25

Wiener Slowaken: so leben wir!

Serie in Pressburger Zeitung

 

 

In unserer Serie über Wiener Slowaken stellen wir Ihnen Menschen vor, die ihr Glück in der österreichischen Hauptstadt gefunden haben. Diesmal Tagesmutter Iveta Gregor.

 

Wieso bist Du damals, vor 14 Jahren, nach Wien gekommen?

Ich lebte in Berlin, wo ich auch meinen Mann kennengelernt habe. Da Berlin sehr weit von der Slowakei entfernt ist, haben wir einen Umzug nach Wien gewagt. Wir hatten das Gefühl, dass wir hier eine neue Heimat finden könnten.

 

Wie würdest Du das Leben in Wien beschreiben?

Wir leben in Wien und lieben Wien. Wir haben nette Menschen um uns herum. Das ist das Wichtigste. Die Leute machen das Leben lebenswert. Und die eigene Einstellung. Man kann auch in der lebenswertesten Stadt der Welt unglücklich sein.

 

Welche Plätze in Wien würdest du weiter empfehlen?

Die Donau und alles um sie herum. Man kann sich wie im Urlaub fühlen, ohne weit fahren zu müssen. Den Donaupark mit dem imposanten Donauturm muss man auch besucht haben. Und natürlich die kunstvoll angelegten Gärten in Belvedere und Schönbrunn.

 

Was aus deiner Heimat fehlt Dir?

Meine Familie. Wir haben in Wien niemanden, der kurz auf die Kinder aufpassen kann, oder der spontan zu Besuch kommt. Und der Humor der Slowaken. Jedes Land lacht über etwas anderes.

 

Was hat Wien, was deine Heimatstadt Banská Bystrica nicht hat?

Mehr Kultur-, Sport- und Freizeitmöglichkeiten. Aber auch die multikulturellen Begegnungen mit den verschiedensten Menschen und den großartigen Essensvariationen machen die Stadt interessanter und lebenswerter.

 

Und was ist in Banská Bystrica besser?

Banská Bystrica ist übersichtlicher und familiärer. Es ist weniger anonym.

Drumherum sind Berge, man hat es nicht weit zum Skifahren.

 

 

Bild: „An meinem Beruf liebe ich die einzigartigen Eigenschaften der Kinder,“ sagt Iveta Gregor.