2018-12-04

Österreichs Unternehmer für "Seidenstraße"

Auch Slowakei kann profitieren

Große Mehrheit der Bevölkerung will Seidenstraße bis nach Österreich

74 Prozent der Wiener und 76 Prozent der Unternehmer wollen Breitspurbahn-Verlängerung bis nach Österreich – WK Wien und ÖBB arbeiten weiter an Jahrhundertchance – Botschafter Chinas und Kasachstans unterstützen Vorhaben

 Die neue Seidenstraße wird das größte Infrastrukturprojekt der Menschheitsgeschichte und die Kontinente Europa, Asien und Afrika mit einem leistungsstarken, hochfrequenten Verkehrswegenetzwerk verbinden. Entlang der neuen Routen werden Handelszentren mit enormer Wertschöpfung entstehen. Derzeit liegt Österreich noch nicht direkt an der Seidenstraße. Das kann nur gelingen, wenn die Breitspureisenbahn vom slowakischen Kosice bis nach Österreich in die twin-city-Region Wien-Bratislava verlängert wird. Dann entsteht hier einer der größten Logistikhubs Europas mit tausenden neuen Jobs. Profitieren würden sowohl die Slowakei, als auch die gesamte Ostregion Österreichs. Laut Experten wird in der twin-city-Region durch den Terminal eine zusätzliche Wertschöpfung von rund 450 Mio. Euro pro Jahr entstehen.   Große Zustimmung zur Seidenstraße Ein so bedeutendes standortentscheidendes Großprojekt kann aber nur mit Zustimmung der Bevölkerung und Wirtschaft umgesetzt werden. Deshalb hat MAKAM Research erstmals beide Gruppen im Auftrag der WK Wien befragt. Die Ergebnisse sind eindeutig. Sowohl Bevölkerung als auch Unternehmer unterstützen das Projekt mit großer Mehrheit.   Die Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung:

74 % der Wiener sind für eine Verlängerung der Breitspurbahn bis nach Österreich 72 % der Wiener wollen, dass die Ostregion Österreichs zur Handelsdrehscheibe Europas wird 78 % der Wiener erwarten sich durch die Seidenstraßenanbindung positive Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum 71 % der Wiener erwarten sich durch die Seidenstraßenanbindung positive Auswirkungen auf Arbeitsplätze 74 % der Wiener erwarten sich durch die Seidenstraßenanbindung positive Auswirkungen auf die Unternehmen in Österreich

  Die Ergebnisse der Unternehmerbefragung:

76 % der Wiener Unternehmer wollen, dass die Ostregion Österreichs zur Handelsdrehscheibe Europas wird 76 % der Wiener Unternehmer möchten, dass Österreich, durch die Verlängerung der Breitspurbahn von der Slowakei, Teil der Seidenstraße wird 85 % der Wiener Unternehmer erwarten sich durch die Anbindung an die Breitspurbahn positive Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum 73 % der Wiener Unternehmer erwarten sich durch die Anbindung an die Breitspurbahn positive Auswirkungen auf Arbeitsplätze 74% der Wiener Unternehmer erwarten sich durch die Anbindung an die Breitspurbahn positive Auswirkungen auf die Unternehmen in Österreich  

Weiterer Fahrplan „Die Politik muss sich das Projekt prominent ins Programm schreiben und die Rolle eines aktiven Projektwerbers übernehmen“, sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien. Sehr positiv ist, dass die ÖBB nun ein offizielles ´strategisches Prüfverfahren´ zur Verlängerung der Breitspur initiiert hat. Bundesminister Hofer hat in diesem Zusammenhang angekündigt, dass das Vorhaben nicht nur aus infrastruktureller Perspektive, sondern auch in volkswirtschaftlichem, makroökonomischem, standort-, verkehrs- und arbeitsmarktpolitischem Kontext betrachtet wird. Das ist ein wichtiger Schritt zum Gelingen des Projekts. Dazu bräuchte es laut Ruck jedenfalls eine inter-ministerielle Koordinierungsstelle für ´Chinas Neue Seidenstraße – Belt & Road Initiative´. „Zusätzlich müssen jetzt alle Beteiligten mit an Bord geholt werden. Gemeinden, Bundesländer, Bevölkerung und Wirtschaft sowie die Slowakei als Breitspurausbaupartner. Nur in einer breiten Allianz können wir dieses Projekt verwirklichen. Es geht um die Zukunft des Standorts, lassen wir diese Jahrhundertchance nicht verstreichen“, appelliert Ruck.   “Die RCG – Güterverkehr der ÖBB – ist bereits seit 2017 erfolgreich auf der nördlichen, südlichen und maritimen Route der Seidenstraße aktiv. Mit dem wachsenden Angebot an Bahnlogistikleistungen in Richtung Ferner Osten und Zentralasien untermauern wir unsere Strategie der Internationalisierung über europäische Grenzen hinweg. Geplant ist, in den nächsten Jahren die eurasischen Relationen auszuweiten, die Kapazitäten an den Grenzen zu erweitern und so die intermodalen Verkehrsvolumina bis zum Jahr 2025 zu verdoppeln“, so Thomas Kargl, Vorstand der Rail Cargo Group.   „Die Belt & Road Initiative dient der Verbindung und Vernetzung aller Länder, damit sie sich gemeinsam entwickeln und die Weltwirtschaft ihr neues Wachstumspotential erschließen kann. China will mit Österreich – aber auch in Mittel-und Osteuropa sowie mit den Balkanländern - enger zusammenarbeiten. Österreich soll die Chance nicht verpassen“, sagt Li Xiaosi, der chinesische Botschafter in Österreich.   „Kasachstan kann nicht nur als Transit-Transport-Brücke zwischen Europa und Asien dienen, sondern auch als Stützpunkt zur Förderung der europäischen Wirtschaft, Technologie und Wissenschaft in Asien“, so Kasachstans Botschafter Kairat Sarybay, „Kasachstan hat daher großes Interesse an dem von Österreich vorangetriebenen Projekt, die Breitspur vom slowakischen Košice bis nach Wien heranzuführen.“

 

Bild:

Gemeinsame für die Anbindung an die Seidenstraße: Rail Cargo Group Vosrstand Thomas Kargl, Chinas Botschafter Li Xiaosi, Kasachstans Botschafter Kairat Sarybay und WKW Präsident Walter Ruck. Foto: WKW/Florian Wieser