2018-09-26

ÖBB: Neue Ausstellung in Kunst-Zug T.R.A.M. auf Schiene

Künstlerisches "Fundbüro" in Kunstwaggon

Unter dem Titel „lost/and/found/“ werden Gegenstände gezeigt, die von Reisenden auf der Fahrt zwischen Österreich und der Slowakei vergessen oder verloren wurden. Die Inszenierung ist im Rahmen des Projekts „T.R.A.M. – Zeitreise Wien-Pressburg“ noch bis November im Kunst-Zug zwischen Wien und Bratislava zu sehen.

 

Seit Februar 2018 verkehrt ein künstlerisch gestalteter Zug auf der Strecke Wien – Bratislava: Er bildet das Herzstück des Kunst-Projekts „T.R.A.M.–Zeitreise Wien-Pressburg“, das von der Österreichischen Botschaft Pressburg und dem österreichischen Kulturforum in Bratislava initiiertet wurde. Ab sofort wird auch der vierte Waggon des Zuges bespielt. Bei einer Vernissage, eröffnet durch Helfried Carl, österreichischer Botschafter in der Slowakei, Evelyn Palla, Mitglied des Vorstandes ÖBB-Personenverkehr AG und Monika Sommer, Direktorin Haus der Geschichte, präsentierten die KünstlerInnen Nicole Six und Paul Petritsch ihre Ausstellung „lost/and/found/“ am Wiener Westbahnhof.

 

Vom Verlieren und Wiederfinden

Das Projekt „T.R.A.M.“ wird von zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen in Wien und Bratislava begleitet. Der Zug selbst wurde, Waggon für Waggon, zu einer Kunst-Galerie umgestaltet. Bisher waren Projekte des Karikaturmuseum Krems, dem Cultural Studies Institute, der Hochschule für bildende Künste in Bratislava und der Universität für angewandte Kunst Wien zu sehen. Ab sofort ist der Zug um eine Ausstellung reicher: Die Inszenierung „lost/and/found/“ entstand in enger Kooperation mit dem Haus der Geschichte. Sie beschäftigt sich einerseits mit Fundstücken, die Reisende auf der Strecke Wien – Bratislava zurückgelassen haben und andererseits mit Objekten einer Museums-Sammlung. Von der Sporttasche bis zum Teddy-Schlüsselanhänger – alle Gegenstände sind mit Geschichten verbunden.

            

"T.R.A.M. – Zeitreise Wien-Pressburg"

Aus Anlass mehrerer bedeutender Jubiläen im Jahr 2018 hat die Österreichische Botschaft Pressburg ein Projekt initiiert, das Wien und Bratislava auf eine künstlerische Weise verbindet. Im Rahmen des Projektes wurde ein Zug, der in Kooperation der ÖBB und ZSSK, der Slowakischen Eisenbahn, elf Mal täglich zwischen Hauptbahnhof Wien und Hauptbahnhof Bratislava (über Marchegg) verkehrt, zu einer Galerie für zeitgenössische Kunst. Der Projektname T.R.A.M. verweist auf die Pressburger Bahn. Sie hat Wien und Pressburg bereits ab 1914 verbunden. WienerInnen fuhren zum Kaffeetrinken oder zur Oper nach Pressburg, die Bevölkerung Pressburgs nach Wien. Das Ziel des Projektes ist es, die kulturelle Mobilität zu fördern und Reisenden ein ungewöhnliches künstlerisches Erlebnis zu bieten. Der Regelzug wird bis November künstlerisch bespielt. Die Außengestaltung übernahm die polnische Künstlerin Marta Kopyt, in den vier Wagons des Zuges werden Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in Zusammenarbeit mit dem Karikaturmuseum Krems, dem Curatorial Studies Institute, der Hochschule für bildende Künste in Bratislava, der Universität für angewandte Kunst Wien und dem Haus der Geschichte Österreich gezeigt. Jeden Mittwochabend finden Diskussionen, Präsentationen und Vorträge bedeutender Gäste aus den Bereichen der Kunst, Kultur und Diplomatie in Teilen des Zuges statt.

 

Ermöglicht wird dieses außergewöhnliche Projekt durch die enge Zusammenarbeit und große Unterstützung der ÖBB und ZSSK.

 

Weitere Informationen zum Projekt: www.tram.to

 

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 459 Millionen Fahrgäste und 115 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2017 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 41.107 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich rund 1.900 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

 

Fotocredit: © ÖBB / Richard Tanzer