2018-09-05

Jugend debattiert: internationales Finale

Goethe Institut Bratislava als Veranstalter

Deutschsprachiger Debattierwettbewerb zu Gast in Bratislava

 

Engagierte junge Europäer, gewichtige Themen, starke Debatten und lebenslange Freundschaften über Ländergrenzen hinweg – das ist Jugend debattiert international. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler lernen, ihre Meinung zu sagen, aber auch zuzuhören und sich mit den Meinungen anderer fair und sachlich auseinanderzusetzen, und das alles in der Fremdsprache Deutsch.

 

Die Slowakei nimmt seit 2016 am Wettbewerb teil und ist dieses Jahr das Gastgeberland für das nunmehr XII. Internationalen Finale. Dabei werden die besten Debattantinnen und Debattanten aus zwölf Ländern Mittelosteuropas eine ganze Woche lang gemeinsam trainieren und debattieren, Bratislava erkunden und den Deutschen Botschafter in Bratislava kennenlernen. Neben der Slowakei schicken Belarus, Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Russland, Slowenien, Tschechien, die Ukraine und Ungarn ihre Sieger aus den Landeswettbewerben zur Internationalen Finalwoche.

 

Am 20. September stehen dann die vier besten in der Finaldebatte auf der Bühne und debattieren die Streitfrage „Sollen Rundfunksender besser vor Beeinflussung durch die Regierung geschützt werden?“. Staatspräsident Andrej Kiska und weitere Vertreter aus der deutschen und slowakischen Politik und Öffentlichkeit werden die Debatte im historischen Gebäude des Slowakischen Nationalrates verfolgen. Zudem kommen Schüler mit ihren Lehrkräften aus der ganzen Slowakei, den anderen elf Projektländern sowie aus Deutschland, um ihren Favoriten die Daumen zu drücken.

 

Wie strukturiert und fundiert die Schüler ernste gesellschaftliche Themen debattieren, hat auch den Deutschen Botschafter S. E. Joachim Bleicker tief beeindruckt: „Ich hatte die Gelegenheit mit den Finalisten aus dem letzten Jahrgang zu sprechen. Ihre Deutschkenntnisse waren phänomenal und gleichzeitig hatten sie eine klare Vorstellung vom aktuellen gesellschaftlichen und politischen Geschehen. Ihre Meinungen konnten sie mit einer großen Überzeugungskraft vortragen.“

 

Das Finale, das unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Slowakischen Republik Andrej Kiska steht, findet im historischen Gebäude des Slowakischen Nationalrates statt (Župné námestie 12) und beginnt um 11.30 Uhr. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, wir bitten um eine kurze Anmeldung: www.jugend-debattiert.eu/xii-internationales-finale/ oder telefonisch: 00421 2 59 20 43 11.

 

www.jugend-debattiert.eu

www.facebook.com/JugendDebattiertInternational

 
Für Schülerinnen und Schüler
Gegenwärtig nehmen etwa 2.300 Schülerinnen und Schüler an über 150 Schulen in Estland, Lettland, Litauen, Polen, Russland, Slowenien, der Slowakei, Tschechien, der Ukraine und Ungarn an Jugend debattiert international teil. Mitmachen können Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10 und ihre Deutschlehrer.
 
Die Projektpartner
Jugend debattiert international – Länderwettbewerbe in Mittel- und Osteuropa ist ein Projekt des Goethe-Instituts, der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen.

Weitere Informationen zum Bewerb: https://www.goethe.de/ins/sk/de/spr/unt/ver/jug.html

 

Foto:

Der 17-jährige Filip Draškovič vom Gymnasium in Malacky ist Sieger des Landesfinales Slowakei von Jugend debattiert international. Die vier besten deutschsprachigen Debattantinnen und Debattanten der Slowakei haben sich auf dem Landesfinale eine spannende Debatte zur Streitfrage „Soll der Fachkräftemangel in der Slowakei durch Zuwanderer aus Nicht-EU-Ländern behoben werden?“ in der Fremdsprache Deutsch geliefert. Letztlich konnte Filip Draškovič die Jury von seinem rhetorischen Können überzeugen.
 
Gemeinsam mit der Zweitplatzierten Kamila Beťková vom Gymnasium in Poprad vertritt er Slowakei bei der Internationalen Finalwoche in Bratislava vom 16. bis 21. September. Dort treffen sie auf die Landessieger aus den anderen elf Projektländern Belarus, Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Russland, der Tschechischen Republik, Slowenien, der Ukraine und Ungarn.

Foto: Vladimír Šimíček