2018-08-29

Mobilitätsfest in Bruck/L.

22. September 2018: ein Fest für Groß und Klein

 

Mobilitätsfest Bruck an der Leitha / Bruckneudorf

 

NÖ Regional und die Mobilitätszentrale Burgenland veranstalten am Samstag, den 22. September 2018, ab 10 Uhr, in Bruck an der Leitha/Bruckneudorf ein gemeinsames Mobilitätsfest für die ganze Familie, bei dem es um klimafreundliche Mobilität geht.

Unter dem Motto "Informieren, Ausprobieren, Gewinnen" wird es viele spannenden Angebote für alle Altersgruppen geben, wie div. Infostände, Schulungen am mobilen Fahrkartenautomaten, Fahrplanauskunft & Online-Ticketkauf, Testen von Segways, E-Autos , E-Bikes, Gewinnspiel mit tollen Preisen (u.a. ÖBB VorteilsCards), ÖBB Cindy Cityjet Hüpfburg , AUVA Fahrradparcours für Kinder (Fahrräder bitte selbst mitnehmen), Puppentheater zum Thema Mobilität, Radkuriositäten beim Radlsalon, mobiles Radreparaturservice, Dräsine, Gewinnspiel u.v.m. Als besondere Attraktion wird es eine grenzüberschreitende E-Auto-Rallye NÖ-Bgld.-SK-HU geben. Weitere Informationen: www.b-mobil.info

 

 

Mobilitätszentrale Burgenland: Gute Ideen für mobile Region

Klimaschutz ist ein großes Thema unserer Zeit. Der Verkehr ist einer der Hauptverursacher der Treibhausgase, darum sind Veränderungen gerade in diesem Bereich relevant und zur Erreichung der Klimaziele wesentlich. Nachhaltige Mobilität ist aber mehr als Klimaschutz, sie bringt auch gesundheitliche Vorteile und spart Geld – etwa, wenn eine Familie auf das Zweitauto verzichten oder die gefahrenen PKW-Kilometer reduzieren kann. Die Mobilitätszentrale Burgenland denkt voraus und hilft beim Realisieren.

 

Viele BurgenländerInnen legen als PendlerInnen große Distanzen auf ihrem Weg zur Arbeit zurück – hier stellt der öffentliche Verkehr (Bus und Bahn) in vielen Fällen eine gute Alternative zum Auto dar. Aber es gibt auch viele Wege, die nur kurze Distanzen umfassen. Und ein Teil dieser kurzen Wege kann auch ohne Auto zurückgelegt werden. Radfahren und Zu Fuß Gehen - als aktive Mobilitätsformen sind wichtig für die Gesundheit – schon eine halbe Stunde Bewegung am Tag, stärkt das Herz-Kreislauf-System und beugt vielen Krankheiten vor. Dafür aber ist es wichtig, dass die Angebote (Radwege, Abstellanlagen, Gehsteige, gute Beleuchtung, u.v.a.) in der Gemeinde attraktiv sind und Radfahren und Zufußgehen im Bewusstsein verankert werden und damit im Alltag einen Platz finden.

Hier unterstützt die Mobilitätszentrale Burgenland die Gemeinden mit ihren Angeboten zur Erstellung von Mobilitätskonzepten, der Entwicklung eines Radgrundnetzes und Schulungen.

Aus aktuellen Informationen des VCÖ basierend auf Daten des Verkehrsministeriums geht hervor, dass die BurgenländerInnen 205.000 Wege täglich zurücklegen, um in die Arbeit zu kommen. 17.000 Wege davon werden zu Fuß oder mit dem Fahrrad, 23.000 mit dem öffentlichen Verkehr und 148.000 mit dem Auto zurückgelegt. Auch bei den täglichen Einkaufsfahrten wird der überwiegende Anteil mit dem PKW zurückgelegt. Gleichzeitig wissen wir, dass mehr als die Hälfte der von den BurgenländerInnen zurück gelegten Wege kürzer als 5 km sind.

Das Land Burgenland setzt mit der Mobilitätszentrale Burgenland mit verschiedenen Aktivitäten für mehr Alltagsradverkehr genau hier an.

Masterplan Radfahren

Ziel ist es, die Anzahl der Wege, die im Burgenland mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, bis 2030 zu verdoppeln. Im Masterplan werden die erforderlichen Schritte und Rahmenbedingungen zur Erreichung dieses Ziels festgelegt. Dabei geht es darum die Infrastruktur zu verbessern und damit die Sicherheit der Radfahrer zu erhöhen, das Bewusstsein für die Vorteile des Radfahrens zu stärken, öffentlichen Verkehr und Radfahren als Lösung für Wege über längere Distanzen zu attraktivieren, (Stichwort Multimodalität) oder den Komfort bzw. den Aktionsradius durch die verstärkte Nutzung von E-Bikes im Alltagsradverkehr zu vergrößern.

 

Leitprojekt: Radbasisnetze

Ein ganz wesentliches Leitprojekt des Masterplans wurde am 18. Mai 2018 in Mattersburg beim Radfest „Burgenland radelt in Mattersburg“ präsentiert: die Radbasisnetze! Alltags-RadfahrerInnen wollen die schnellste Verbindung zwischen Start und Zielpunkt fahren, auf „Schönheit der Strecke“ in touristischer Sicht legen AlltagsradlerInnen weniger Wert. Schnelle und sichere Verbindungen zwischen den wichtigsten Zielen im Alltag (Wohnen, Schule, Arbeit, Einkaufen, Bahnhof...) - dieses Ziel wurde mit der Erstellung des Radbasisnetzes für die Region Mattersburg als Pilotprojekt verfolgt. Weitere Regionen folgen schrittweise.

Mobilitätschecks für Gemeinden, Laufräder für Kindergarten

Im Rahmen des Interreg Projektes AT-HU SMART PANNONIA wurden für 50 Gemeinden Mobilitäts-Checks erstellt. Mobilitätschecks geben einen Überblick über die gesamte Mobilitätssituation in der Gemeinde und unterstützen die Sensibilisierung hinsichtlich der Aspekte von nachhaltiger Mobilität.

Letztes Jahr haben bereits 21 GemeindevertreterInnnen an den Schulungen zur Mobilitätsberaterin oder zum Mobilitätsberater teilgenommen. Für Herbst ist eine Schulung zum Thema Elektromobilität geplant.

Mobilitätsangebote müssen auch kommuniziert werden - einfach verfügbare Information ist unbedingt nötig. Daher hat die Mobilitätszentrale Burgenland für alle Gemeinden ein "Mobilitäts-Infoblatt" erstellt. Das ist eine Auflistung aller Mobilitätsangebote in der jeweiligen Gemeinde, wie beispielsweise Fahrpläne, Mikro ÖV, Discobus, Senioren-Taxi, Jugendtaxi, Park&Ride usw.). Dieses Übersichtsblatt kann direkt auf der Gemeindehomepage veröffentlicht werden. Hier wurde die Zusammenarbeit mit den Gemeinden im Mai gestartet.

 

 

 

 

 

Foto:

Präsentierten beim Radfrühlingsfest in Mattersburg den „Masterplan Radfahren - Burgenland radelt“: v.l.: LRin Mag.a Astrid Eisenkopf, Mag. Peter Zinggl, Gesamtverkehrskoordinator, Rafaela Strauß, Stadträtin.

Foto: Bgld. Landesmedienservice