2018-01-05

Wien im Walzertraum

Höhepunkte der Ballsaison

Alles Walzer – Die Wiener Ballsaison in vollem Gange

Die Wiener Ballsaion 2017/18 startete am 17. November traditionell mit dem Rauchfangkehrerball. Für die diesjährige Saison wird ein neuer Besucherrekord erwartet.

Die Wienerinnen und Wiener können sich auf eine zwar kürzere dafür aber auch auf eine fulminantere Ballsaison als im Vorjahr freuen. Es werden 505.000 Besucherinnen und Besucher erwartet und verzeichnet somit einen neuen Besucherrekord, als auch einen neuen Ausgabenrekord auf den Wiener Bällen. Laut der KMU Forschung Austria wurde eine Befragung unter 400 Wienerinnen und Wiener durchgeführt. „Pro Ball planen die Gäste in der kommenden Saison 275 Euro auszugeben, in Summe sind das 139 millionen und damit rund 8 millionen mehr als im Vorjahr.“, erklärt Maria Smodics-Neumann, Spartenobfrau für gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Wien. Das Ausgabenwachstum ist aber neben der steigenden Besucherzahlen auch auf die höheren Ausgaben bei Ballkarten und Tischreservierungen zurückzuführen. Die Preise sind demnach gestiegen, beinhalten jedoch nun auch, aufgrund der Registrierkasse, die Garderobe.

Mehr Gäste aus dem Ausland

Für Touristen bieten verschiedene Veranstalter und Hotels ganze Packages an, die für allem von Personen aus dem asiatischen Raum, meistens aus Südkorea, gebucht werden. Diese Packages enthalten dann zusätzlich zum Balleintritt auch beispielsweise Tischreservierungen oder Crashkurse, um am Ballabend auch das Tanzbein schwingen zu können. Deutschland bleibt dennoch weiterhin der Hauptmarkt im Ausland.

Die beliebtesten Bälle

Der Zuckerbäckerball (11.1.2018) führt diesmal, nachdem letztes Jahr der Kaffeesiederball überholt hatte, wieder den 1. Platz im Ranking an. Knapp dahinter liegt wieder der Kaffeesiederball (18.1.2018) und auf Platz 3 der Jägerball (29.1.2018). Nach wie vor rangieren zudem auch der Blumenball (19.1.2018), der Philharmonikerball (18.1.2018) sowie viele Studentenbälle wie der Ball der Technischen Universität (25.1.2018), der Wirtschaftsuniversität (13.1.2018) oder der Universität für Bodenkultur (2.2.2018) weit oben in der Beliebtheitsskala. Dabei zeichnen sich die Bälle als gesellschaftliches Ereignis ab, um einen schönen Abend mit der Partnerin beziehungsweise dem Partner zu verbringen. Geschäftspartnerinnen und -partner zu treffen sowie gesellschaftlichen Verpflichtungen nachzukommen gewinnt laut Umfragen heuer wieder mehr an Bedeutung. Die Möglichkeit zu Tanzen rückt wieder mehr in den Hintergrund.

„Taxitänzer“ und „Ball-Blitz-Kurse“

Die sogennanten „Taxitänzer“ erfreuen sich dafür an immer größerer Beliebtheit. Professionelle Tanzschultänzer sind für Gäste ohne (tanzfreudiger) Begleitung anwesend. Die Quadrille sowie die Tanzshoweinlagen sind ebenfalls nach wie vor eine Pflicht für jede Besucherin und jeden Besucher. „Ball-Blitz-Kurse“, die gezielt zur Vorbereitung auf einen Ballbesuch gebucht werden, spielen eine wichtige Rolle, besonders bei Touristen aus Korea und China.

Foto:

Maria Smodics-Neumann, Spartenobfrau Wiener Gewerbe und Handwerk und Markus Grießler, Spartenobmann Wiener Tourismus- und Freizeitwirtschaft vor der diesjährigen Ballmode.

Foto: Weinwurm