2017-12-05

Sehenswert: neues NÖ- Haus der Geschichte

Auch Dokumente der ehemaligen CSSR zu sehen

Ein Blick über den Tellerrand

 

Das neue Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich ist weit mehr als ein klassisches Landesmuseum. Es beleuchtet die Geschichte Niederösterreichs im zentraleuropäischen Kontext. Denn wie kann man über den Eisernen Vorhang sprechen, ohne über die damalige CSSR zu reden?

 

Ein Jahr später hätte Jiři Rada zu Fuß über die Grenze gehen können. Sein Hängegleiter, mit dem er 1988 eine spektakuläre Flucht von der damaligen CSSR in das niederösterreichische Waldviertel wagte, ist am Beginn der Ausstellung ebenso zu sehen wie ein Wachturm des Eisernen Vorhangs. In der bewusst thematisch und nicht chronologisch gestalteten Ausstellung stehen sich im Cluster „Flucht und Wanderung“ ein Kinderwagen vom Brünner Todesmarsch von 1945 und ein Kinderwagen einer syrischen Flüchtlingsfamilie von 2015 gegenüber. Ebenso wenig fehlen darf jene Zange, mit der Jiři Dienstbier und Alois Mock einst medienwirksam den Eisernen Vorhang durchschnitten.

Das neue Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich lädt zur aktiven Auseinandersetzung mit der Geschichte ein und bietet in der architektonisch anspruchsvoll gestalteten Schau neben vielen hochkarätigen Objekten auch entsprechenden Raum zum Dialog.

www.museumnoe.at

 

Die Pressburger Zeitung verlost unter den Leserinnen und Lesern zwei Gratis-Eintrittskarten. Schreiben Sie eine E-Mail an chefredaktion@pressburger.eu mit dem Betreff: "Haus der Geschichte NÖ", nennen Sie Namen, Postadresse und Ihre Telefonnummer. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Foto: Einladend: Haus der Geschichte Niederösterreich

Foto: Haus der Geschichte/Klaus Engelmayer