2017-09-11

Neue Radstrecken für die Regionen

In mehreren Städten und Gemeinden der Slowakei sollen Dutzende neue Radwege entstehen. Das Landwirtschaftsministerium hat 28 Projekte für den Ausbau der Rad-Infrastruktur verabschiedet, die die aus EU-Fonds finanziert werden. Für 12,7 Millionen Euro sollen insgesamt 86,9 Kilometer Radwege gebaut werden. Die Bauarbeiten sollen bereits in diesem Jahr starten.

„Die Städte sind immer mehr von Autos besetzt. Deswegen wollen wir alternative Verkehrsarten unterstützen. Die Erfahrungen aus anderen europäischen Städten zeigen, dass der Radverkehr viele Vorteile hat: die Luft wird nicht verschmutzt, kein Lärm und keine Verkehrsstaus entstehen. Mit dem Fahrrad kann man einfach parken und die Bewegung beim Radfahren ist gesund", sagte Landwirtschaftsministerin Gabriela Matečná.

In der ersten Runde des Aufrufs werden im Herbst 2017 und im Frühling 2018 rund 90 Kilometer neue Radstrecken gebaut. Diese werden vor allem dem täglichen Radeln zur Arbeit, von einer Stadt zur anderen und zum lokalen Bahnhof oder Busbahnhof dienen. „Wir unterstützen den Bau neuer Radwege wie auch die Modernisierung der bestehenden. Wir bauen jedoch auch Fahrrad-Abstellanlagen, vor allem bei Bahnhöfen. Dadurch wollen wir jene Bürger unterstützen, die das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel zum Bahnhof benutzen und weiter mit der Bahn fahren", informierte der Generaldirektor der Programm-Sektion für regionale Entwicklung im Landwirtschaftsministerium, Marek Mitošinka.

Dem nationalen Radkoordinator Peter Klučka zufolge, seien die verabschiedeten Projekte eine gute Nachricht für alle Radfahrer in der Slowakei. Immer mehr Menschen seien sich dessen bewusst, dass die einseitige Förderung des individuellen Automobilverkehrs nicht mehr haltbar ist. Viele Oberbürgermeister zeigen sich bereit, nach dem Vorbild anderer europäischer Städte den Anteil des individuellen Kfz-Verkehrs zu senken.

In der ersten Runde des Aufrufs wurden 35 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 15,7 Millionen Euro angemeldet. 28 davon bekamen vom Ministerium grünes Licht. Ausgeschlossene oder zurückgezogene Projekte, die die formalen Anforderungen nicht erfüllt haben, können nach der Ergänzung in weiteren Runden des Aufrufs wieder angemeldet werden. Aktuell läuft bereits die zweite Runde mit 21 Projekten im Wert von 8,6 Millionen Euro. Deren Auswertung soll das Ministerium im Laufe des Monats September veröffentlichen.

Insgesamt 81,8 Millionen Euro aus den EU-Geldern stehen dem Ministerium zur Verfügung. Solange das bereitgestellte Volumen noch nicht ausgeschöpft ist, wird das Ressort in einem dreimonatigen Zyklus neue Runden ausschreiben. Um die EU-Gelder können sich mit einem Projekt Gemeinden, Selbstverwaltungsregionen, Nichtregierungsorganisationen oder Firmen bzw. Personen bewerben, die öffentlichen Personenverkehr betreiben.

Quelle, Foto: Landwirtschaftsministerium der SR